Elektropicks |
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Elektropicks arbeiten nach dem Perkussionsprinzip, d.h., dass harte Schläge mit einer Picknadel auf alle Stiftzuhaltungen eines Schließzylinders aufgebracht werden. Durch den Prellschlag auf die Köpfe der Kernstifte prallen diese mit hoher Wucht auf die Gehäusestifte. Dabei entsteht der so genannte Billardkugel-Effekt; die unteren Gehäusestifte werden beim Aufprall des Kernstiftes beschleunigt. Bei richtigem Auftreffwinkel der Picknadel auf die Zuhaltungsköpfe entsteht so für einen Sekundenbruchteil ein Spalt zwischen besagten Kern- und Gehäusestiften. Befindet sich der so geschaffene Spalt auf Höhe der Trennfuge des Zylinders, kann der mit einem Spanner vorgespannte Zylinderkern entriegelt und somit verdreht werden. Der entriegelte Zylinderkern wird nun mit einem kleinen Schraubendreher als Schlüsselersatz gedreht. Er nimmt die Schließnocke des Zylinders mit. Diese Schließnocke betätigt die gesamte Verschlussmechanik. Der Zylinderkern kann jedes Mal nur eine Tour (eine Umdrehung) gedreht werden, bevor er wieder durch die federgelagerten Zuhaltungsstifte, die zurück in ihre Zuhaltungsbohrungen drücken, erneut blockiert wird. Um zu vermeiden, dass für jede Umdrehung erneut gepickt werden muss, gibt es die so genannten Flipper. Diese Flipper schleudern durch Federkraft den Zylinderkern über den Einrastpunkt hinweg.
Das Erlernen dieser Öffnungstechnik erfordert vom Anwender einiges an Übung. Das Erfolgsgeheimnis liegt in der gleichzeitigen, gefühlvollen Anwendung von Elektropick und angebrachter Drehspannung an den Zylinder. Da diese Öffnungstechnik nicht ganz neu ist, haben die Schließzylinderhersteller von qualitativ recht guten Zylindern einige Schutzmaßnahmen ergriffen. Zum einen wurden die Schlüsselkanäle so sehr verengt, dass die Kernstifte nicht mehr direkt durch die Picknadel angeschlagen werden können (parazentrisches Schlüsselprofil) und so die Motoren der batteriebetriebenen Elektropicks aufgrund der Enge des Öfteren blockieren. Zum anderen wurde durch Einsatz von so genannten Pilzkopf- Spulen- oder Taumelstiften das Picken sehr erschwert, wenn nicht sogar unmöglich gemacht. In diesen Fällen kann der Einsatz von speziell geformten Picknadeln den Erfolg bringen. Diese Picknadeln sollten beim Erwerb eines Elektropicks gleich mitbestellt werden.
Aufgrund der eben genannten Schwierigkeiten wurde das Multipick-System entwickelt, dass mit diesen Erschwernissen in der Regel keine Probleme hat, zudem werden keine besonders geformten Picknadeln benötigt.
Bei Anwendung der Manipulationstechnik mit Elektropicks oder dem Multipick-System ist zudem größter Wert auf gute, passende Spanner zu legen, da die angebrachte Drehspannung entscheidend über Erfolg oder Misserfolg sein kann. |
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